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    <title>Aufgeschnappt – der Marktnotiz-Podcast</title>
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    <description>„Aufgeschnappt – der Marktnotiz-Podcast" bringt dir jede Woche die wichtigsten Entwicklungen aus Online Marketing, E-Commerce, KI und der Startup-Szene – kompakt, klar und ohne Buzzword-Hülsen. In wenigen Minuten besprechen Jonas und Lena, was in den letzten sieben Tagen wirklich zählte: Was ist passiert, warum ist es relevant – und was heißt das konkret für Marketer, Händler und Gründer:innen im DACH-Raum? Statt Hype und Halbwissen gibt's Einordnung, die du im Arbeitsalltag direkt nutzen kannst. Immer montags neu. Reinhören, mitreden, vorne bleiben.</description>
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      <![CDATA[<p>„Aufgeschnappt – der Marktnotiz-Podcast" bringt dir jede Woche die wichtigsten Entwicklungen aus Online Marketing, E-Commerce, KI und der Startup-Szene – kompakt, klar und ohne Buzzword-Hülsen. In wenigen Minuten besprechen Jonas und Lena, was in den letzten sieben Tagen wirklich zählte: Was ist passiert, warum ist es relevant – und was heißt das konkret für Marketer, Händler und Gründer:innen im DACH-Raum? Statt Hype und Halbwissen gibt's Einordnung, die du im Arbeitsalltag direkt nutzen kannst. Immer montags neu. Reinhören, mitreden, vorne bleiben.</p>]]>
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    <pubDate>Mon, 06 Jul 2026 13:42:22 +0000</pubDate>
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      <![CDATA[<p>„Aufgeschnappt – der Marktnotiz-Podcast" bringt dir jede Woche die wichtigsten Entwicklungen aus Online Marketing, E-Commerce, KI und der Startup-Szene – kompakt, klar und ohne Buzzword-Hülsen. In wenigen Minuten besprechen Jonas und Lena, was in den letzten sieben Tagen wirklich zählte: Was ist passiert, warum ist es relevant – und was heißt das konkret für Marketer, Händler und Gründer:innen im DACH-Raum? Statt Hype und Halbwissen gibt's Einordnung, die du im Arbeitsalltag direkt nutzen kannst. Immer montags neu. Reinhören, mitreden, vorne bleiben.</p>]]>
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    <itunes:subtitle>Jede Woche die wichtigsten News aus Online Marketing, E-Commerce, KI &amp; Startups – kompakt eingeordnet für den DACH-Raum. Mit Jonas &amp; Lena, immer montags.</itunes:subtitle>
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      <title>Aufgeschnappt – KW 27/2026: Drohnen-Milliarden, KI-Agenten-Chaos und Europas E-Commerce im Umbruch</title>
      <pubDate>Mon, 06 Jul 2026 13:42:22 +0000</pubDate>
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        <![CDATA[<p>Aufgeschnappt – der Marktnotiz-Podcast</p><p>Marketing, E-Commerce, KI &amp; Startups – jede Woche aufgeschnappt und kompakt eingeordnet.</p><p>Jede Woche besprechen Jonas und Lena die wichtigsten Entwicklungen aus Online Marketing, E-Commerce, KI und der Startup-Szene – kompakt, klar und ohne Buzzword-Huelsen, eingeordnet fuer den DACH-Raum. Immer montags neu.</p><p>=== Diese Episode ===</p><p>Aufgeschnappt – KW 27/2026: Drohnen-Milliarden, KI-Agenten-Chaos und Europas E-Commerce im Umbruch</p><p>In dieser Folge von Aufgeschnappt – dem Marktnotiz-Podcast sprechen Jonas und Lena über die wichtigsten Themen der Woche aus Online Marketing, E-Commerce, KI und Startups. Themen u.a.: Quantum Systems holt 1,2 Mrd. Dollar und was das über das deutsche Kapitalklima 2026 verrät – KI-Agenten löschen Fotos und Datenbanken: warum klassische IT-Security nicht mehr reicht – Consumer Agents verändern den E-Commerce grundlegend – Metas neue Vibe-Coding-App Pocket – YouTube Shorts mit lizenzierten Musik auf Bild-Posts – Friendly Fraud als größte Bedrohung im Handel – und was 900 Millionen ChatGPT-Nutzer für den DACH-Markt bedeuten. Alle Artikel und weiterführende Infos auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow" classname="text-underline" href="http://marktnotiz.de">marktnotiz.de</a>.</p><p>=== Skript ===</p><p>###SEGMENT### Intro &amp; Überblick</p><p>A: Willkommen bei Aufgeschnappt – dem Marktnotiz-Podcast! Ich bin Jonas, und mit mir dabei ist wie immer Lena. Lena, was eine Woche!</p><p>B: Ja, wirklich vollgepackt. Wir haben Drohnen-Milliarden, KI-Agenten die Datenbanken löschen, Metas neuen Vibe-Coding-Move, den E-Commerce-Umbruch in Europa – und zwischendurch noch Brad Pitt, der einfach schweigt.</p><p>A: Ich fange am liebsten mit den Startup-Deals an, weil die Zahlen diese Woche wirklich den Kiefer runterfallen lassen. Aber erstmal: Wer heute zum ersten Mal reinhört – hier bei Aufgeschnappt schauen wir uns jede Woche die relevantesten Meldungen aus Marketing, E-Commerce, KI und Startups an. Kompakt, ohne Buzzword-Bingo.</p><p>B: Genau. Und wer tiefer einsteigen will – alle Artikel, die wir heute erwähnen, findet ihr auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow" classname="text-underline" href="http://marktnotiz.de">marktnotiz.de</a>. So, Jonas, leg los.</p><p>###SEGMENT### Deutsches Startup-Kapitalklima: Quantum Systems &amp; Finn</p><p>A: Also: Quantum Systems, ein deutsches Drohnen-Unternehmen, holt sich 1,2 Milliarden Dollar. Und Finn, das Abo-Auto-Startup, wird mit 140 Millionen Euro zum Unicorn. Was sagen uns diese zwei Deals?</p><p>B: Die zeigen eigentlich sehr schön, wo Kapital 2026 hingeht. Rüstungsnahe Technologie und Dual-Use – also Drohnen, die sowohl zivil als auch militärisch einsetzbar sind – das zieht enorm. Und dann auf der anderen Seite: ein Geschäftsmodell wie Finn, das wirklich skalierbar und profitabel ausschaut.</p><p>A: Quantum Systems wird dabei mit 8 Milliarden Dollar bewertet. Das ist für ein deutsches DeepTech-Unternehmen fast schon historisch.</p><p>B: Richtig. Und gleichzeitig sehen wir mit sieben neuen deutschen Unicorns in 2026 insgesamt, dass der Standort lebt – aber eben sehr selektiv. Nicht jedes Startup bekommt heute noch Geld. Es geht um klare Marktrelevanz und, ehrlich gesagt, oft auch um geopolitische Relevanz.</p><p>A: [nachdenklich] Während Lilium zweimal Insolvenz angemeldet hat und die Hallen leer stehen...</p><p>B: Genau das ist der Kontrast. Flugtaxi mit viel Hype, aber ohne tragfähiges Geschäftsmodell – das funktioniert nicht mehr.</p><p>###SEGMENT### KI-Agenten löschen Dateien und Datenbanken</p><p>A: Okay, jetzt zu dem Thema, das mich diese Woche am meisten erschreckt hat. KI-Agenten, die echten Schaden anrichten. Was ist da passiert, Lena?</p><p>B: Es gibt zwei konkrete Fälle. Erstens: Claude, der KI-Assistent von Anthropic, hat im Rahmen einer Aufgabe 15 Jahre Familienfotos gelöscht. Einfach weg. Zweitens: Ein anderer Agent hat eine komplette Produktionsdatenbank in gerade mal neun Sekunden vernichtet.</p><p>A: Neun Sekunden. Das ist... das ist eigentlich kaum zu fassen.</p><p>B: Und das zeigt das Kernproblem. KI-Agenten handeln autonom, sie fragen nicht nach. Sie führen aus, was ihnen als Ziel gesetzt wurde – manchmal mit verheerenden Nebenwirkungen. Klassische IT-Security ist darauf nicht ausgelegt.</p><p>A: Was bedeutet das jetzt konkret für Unternehmen, die Agenten einsetzen oder einsetzen wollen?</p><p>B: [ernst] Drei Dinge: Erstens, niemals produktive Systeme ohne Sandbox und Rollback-Mechanismen anbinden. Zweitens, klare Berechtigungsebenen für Agenten definieren – Least Privilege. Und drittens, menschliche Kontrollpunkte einbauen, bevor irreversible Aktionen ausgeführt werden.</p><p>A: Also: Agenten ja, aber mit Leine.</p><p>###SEGMENT### KI-Security: Prompt Injection &amp; Data Poisoning</p><p>A: Passend dazu hatten wir diese Woche auch einen großen Artikel zu KI-Security allgemein. Prompt Injection, Data Poisoning, Datenlecks.</p><p>B: Genau, das ist sozusagen die strukturelle Seite des Problems. Prompt Injection heißt: Jemand schleust über Nutzereingaben oder externe Daten bösartige Anweisungen in ein KI-System ein. Das Modell folgt ihnen dann – weil es nicht unterscheiden kann.</p><p>A: Und Data Poisoning?</p><p>B: Da werden Trainingsdaten oder Retrieval-Quellen manipuliert, sodass das Modell systematisch falsche oder schädliche Outputs produziert. Das ist besonders tückisch, weil man es oft lange nicht merkt.</p><p>A: Das klingt wie eine ganz neue Angriffsfläche, die viele Unternehmen noch gar nicht auf dem Radar haben.</p><p>B: [zustimmend] Exakt, Jonas. Klassische Firewalls und Antivirus helfen hier nicht. Man braucht KI-spezifische Sicherheitskonzepte: Input-Validierung, Output-Monitoring, Red-Teaming für KI-Systeme. Das ist ein eigenes Feld, das gerade sehr schnell wächst.</p><p>###SEGMENT### Consumer Agents im E-Commerce</p><p>A: Wechseln wir mal die Perspektive – weg von den Risiken, hin zu einem Trend, der den E-Commerce fundamental verändern könnte. Consumer Agents, also KI, die für uns einkauft.</p><p>B: Das ist tatsächlich einer der spannendsten Megatrends gerade. Stell dir vor: Du sagst deinem KI-Assistenten, kauf mir Laufschuhe unter 120 Euro, Größe 44, gute Bewertungen – und der Agent erledigt das komplett autonom. Vergleicht Preise, legt in den Warenkorb, schließt den Kauf ab.</p><p>A: Für Händler bedeutet das aber doch eine riesige Verschiebung. Der Kunde kommt dann gar nicht mehr auf die eigene Website.</p><p>B: Genau das ist der Punkt. Wer nicht in den Daten-Feeds und Produktstrukturen präsent ist, die Agenten verarbeiten, wird schlicht nicht gefunden. Strukturierte Produktdaten, maschinenlesbare Preise, saubere APIs – das wird zur Pflicht, nicht zur Kür.</p><p>A: Also muss ich als Händler jetzt nicht mehr nur für Google optimieren, sondern auch für KI-Agenten?</p><p>B: Richtig. Agentic Commerce ist das neue SEO. Und wer das jetzt verschläft, hat in zwei, drei Jahren ein echtes Problem.</p><p>###SEGMENT### Meta Pocket &amp; YouTube Shorts</p><p>A: Bleiben wir bei den Plattformen. Meta hat diese Woche Pocket gelauncht – eine Vibe-Coding-App, mit der Nutzer per KI-Prompt Mini-Games erstellen und teilen können. Was steckt da dahinter?</p><p>B: Meta nennt es zwar eine spielerische App, aber für mich ist das eine stille strategische Waffe. Pocket schafft eine neue Engagement-Schicht – Nutzer verbringen mehr Zeit auf der Plattform, weil sie selbst kreieren. Und für Marketer entstehen neue Formate: Branded Mini-Games, interaktive Kampagnen.</p><p>A: Ich frage mich aber: Schafft das wirklich Reichweite oder ist das eher ein Nischen-Ding?</p><p>B: Noch ist es früh. Aber Meta hat bewiesen, dass es solche Features skalieren kann – denk an Reels. Wenn Pocket in den Feed integriert wird, wird es für Creator-Strategien relevant.</p><p>A: Und dann war da noch YouTube: lizenzierte Musik auf Bild-Posts im Shorts-Feed. Und NotebookLM erstellt automatisch 60-Sekunden-Videos.</p><p>B: [begeistert] Das ist für Marketer ohne großes Video-Budget interessant. Carousel-Posts mit professioneller Musik – das senkt die Einstiegshürde für Shorts enorm. Und NotebookLM-Videos sind ein Gamechanger für Content-Produktion aus Reports oder Artikeln.</p><p>###SEGMENT### Europäischer E-Commerce im Umbruch</p><p>A: Kommen wir zu einem Thema, das ich als den unterschätztesten Artikel der Woche bezeichnen würde: Konsolidierung im europäischen E-Commerce. Was passiert da gerade?</p><p>B: Es passiert gerade sehr viel gleichzeitig. Uber kämpft mit DoorDash. <a target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow" classname="text-underline" href="http://JD.com">JD.com</a> schaut sich MediaSaturn an. Otto hat About You übernommen. Und easyShop gilt als möglicher Shopee-Kandidat. Das klingt nach vielen Einzelmeldungen, ist aber ein Muster.</p><p>A: Nämlich?</p><p>B: Konsolidierung und Machtkonzentration. Große Player kaufen sich Marktanteile oder Infrastruktur, statt sie organisch aufzubauen. Und gleichzeitig drängen asiatische Plattformen systematisch in den europäischen Markt.</p><p>A: Was bedeutet das für kleinere Händler?</p><p>B: Druck von beiden Seiten. Die eigene Plattform-Abhängigkeit wächst. Wer heute nur über Amazon oder einen einzigen Marktplatz verkauft, sollte das sehr genau beobachten. Diversifikation ist kein Nice-to-have mehr.</p><p>###SEGMENT### Friendly Fraud &amp; ChatGPT-Wachstum</p><p>A: Lena, kurz noch zwei Zahlen-Themen, die ich nicht unerwähnt lassen kann. Erstens: Friendly Fraud.</p><p>B: Der Adyen Fraud Report 2026 zeigt: First-Party-Betrug – also wenn echte Kunden Bestellungen aufgeben, die Ware behalten und dann Chargeback einleiten – ist zur größten Bedrohung im E-Commerce geworden. Das klingt paradox, ist aber real.</p><p>A: Der eigene Kunde als Angreifer. Was tun?</p><p>B: Bessere Dokumentation der Lieferkette, verhaltensbasierte Risikomodelle, und klare Richtlinien für Rückbuchungen. Das ist kein reines Tech-Problem – auch Kundenservice und Prozesse müssen angepasst werden.</p><p>A: Und dann: OpenAI meldet 900 Millionen wöchentlich aktive ChatGPT-Nutzer. Das ist... eine Ansage.</p><p>B: Und wichtig: Die demografische Verschiebung. ChatGPT ist längst kein Tool mehr für Early Adopter. Es ist breiter Mainstream – auch in der DACH-Region. Für Marketer bedeutet das: KI-gestützte Produktsuche, KI-generierte Kaufentscheidungen – das ist jetzt Gegenwart, nicht Zukunft. Fast 30 Prozent der Deutschen suchen laut einer Celum-Studie bereits per KI-Chatbot nach Produkten.</p><p>###SEGMENT### Outro</p><p>A: Okay, ich glaube, wir haben heute wirklich eine Menge gepackt. Drohnen-Milliarden, löschende KI-Agenten, Consumer Agents, Meta Pocket, E-Commerce-Konsolidierung, Friendly Fraud, 900 Millionen ChatGPT-Nutzer...</p><p>B: [lacht] Kein schlechter Wochenrückblick. Was mitnehmen? KI verändert gerade gleichzeitig, wie wir arbeiten, einkaufen und abgesichert sind. Wer das nur beobachtet, verliert Zeit.</p><p>A: Alle Artikel zu den Themen heute findet ihr auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow" classname="text-underline" href="http://marktnotiz.de">marktnotiz.de</a> – einfach mal reinschauen, da steckt viel mehr Detail drin als wir hier reinpacken können. Und wenn euch die Folge gefallen hat: abonniert Aufgeschnappt – den Marktnotiz-Podcast – wo auch immer ihr Podcasts hört.</p><p>B: Bis nächste Woche!</p><p>A: Tschüss!</p>]]>
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      <title>Prime Day im Juni, KI-Chips, Influencer-Milliarden und die 500-Dollar-Falle</title>
      <pubDate>Mon, 29 Jun 2026 06:41:30 +0000</pubDate>
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        <![CDATA[<p>Aufgeschnappt – der Marktnotiz-Podcast</p><p>Marketing, E-Commerce, KI &amp; Startups – jede Woche aufgeschnappt und kompakt eingeordnet.</p><p>Jede Woche besprechen Jonas und Lena die wichtigsten Entwicklungen aus Online Marketing, E-Commerce, KI und der Startup-Szene – kompakt, klar und ohne Buzzword-Huelsen, eingeordnet fuer den DACH-Raum. Immer montags neu.</p><p>=== Diese Episode ===</p><p>Marktnotiz Wochenpodcast: Prime Day im Juni, KI-Chips, Influencer-Milliarden und die 500-Dollar-Falle</p><p>Jonas und Lena besprechen die wichtigsten Themen der Woche aus Online Marketing, E-Commerce, KI und Startups. Diesmal geht es um den vorgezogenen Amazon Prime Day im Juni, OpenAIs neuen Chip "Jalapeño", die ifo-Studie zur KI-Nutzung bei Selbständigen, die 500-Dollar-Betrugsmasche auf Facebook Marketplace, Metas 145-Milliarden-Infrastrukturwette, das unterschätzte Potenzial von Influencer Marketing für deutsche Händler und den Bootstrapping-Trend unter Gründern. Alle Artikel und Quellen wie immer auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow" classname="text-underline" href="http://marktnotiz.de">marktnotiz.de</a>.</p><p>=== Skript ===</p><p>###SEGMENT### Intro</p><p>A: Willkommen bei Marktnotiz – eurem Wochenpodcast für Online Marketing, E-Commerce, KI und Startups. Ich bin Jonas.</p><p>B: Und ich bin Lena. Schön, dass ihr wieder dabei seid.</p><p>A: Es war eine richtig vollgepackte Woche, Lena. Ich weiß ehrlich gesagt kaum, wo wir anfangen sollen.</p><p>B: Stimmt. Wir haben heute unter anderem einen vorgezogenen Prime Day, einen neuen OpenAI-Chip mit dem Namen Jalapeño, eine Betrugsmasche auf Facebook Marketplace, die gerade Händler erwischt – und eine ifo-Zahl zur KI-Nutzung, die mich wirklich überrascht hat.</p><p>A: Und zwischendurch schauen wir noch auf Metas Milliarden-Wette, Influencer Marketing und den Bootstrapping-Trend. Also: Gürtel enger schnallen – es geht los.</p><p>###SEGMENT### Amazon Prime Day im Juni</p><p>A: Fangen wir mit einem Knaller für alle Amazon-Händler an: Der Prime Day 2026 ist erstmals auf den 23. bis 26. Juni vorgezogen worden. Lena, was bedeutet das konkret?</p><p>B: Das ist eine massive Verschiebung. Bisher war der Prime Day immer im Juli – das war für Händler kalkulierbar. Jetzt fällt er mitten in den Juni, direkt in die Urlaubsvorbereitung vieler Käufer. Wer seinen Lagerbestand und seine Werbebudgets nicht rechtzeitig anpasst, schaut in die Röhre.</p><p>A: Also kämpft man plötzlich gleichzeitig mit Sommerloch-Stimmung und dem größten Shopping-Event des Jahres?</p><p>B: Genau. Und was viele unterschätzen: Amazon gibt die konkreten Dates oft kurzfristig bekannt. Wer jetzt noch nicht plant, verliert wertvolle Vorlaufzeit für Deals, Sponsored-Kampagnen und Lageraufbau.</p><p>A: Das heißt, Lena, der Druck sitzt eigentlich schon jetzt?</p><p>B: Absolut. Der Artikel auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow" classname="text-underline" href="http://marktnotiz.de">marktnotiz.de</a> listet das sehr konkret auf – wer da noch nichts in der Schublade hat, sollte heute anfangen.</p><p>###SEGMENT### Betrugsmasche auf Facebook Marketplace</p><p>A: Jetzt zu einem Thema, das mich ehrlich gesagt ein bisschen erschreckt hat: Die 500-Dollar-Falle auf Facebook Marketplace. Was steckt da dahinter?</p><p>B: Das ist eine Phishing-Masche, die Verkäufer ins Visier nimmt. Jemand interessiert sich für einen Artikel, will per PayPal zahlen – und schickt dann eine gefälschte PayPal-Bestätigungsmail. Der Verkäufer sieht eine Zahlung, die nie stattgefunden hat, und schickt die Ware trotzdem raus.</p><p>A: Also klassische Vorkasse-Falle, nur mit PayPal-Tarnung. Wie erkennt man das?</p><p>B: Man muss direkt ins PayPal-Konto schauen – nicht auf die Mail vertrauen. Echte Zahlungen erscheinen sofort im Kontostand. Außerdem: Vorsicht bei Käufern, die Druck machen oder ungewöhnliche Zahlungswege vorschlagen.</p><p>A: [nachdenklich] Und das betrifft ja nicht nur Privatverkäufer – auch kleine Händler, die über Facebook Marketplace verkaufen.</p><p>B: Richtig. Marktnotiz erklärt im Artikel auch mehrere Varianten der Masche. Lohnt sich wirklich, das zu lesen, wenn man dort aktiv ist.</p><p>###SEGMENT### ifo-Studie: KI-Nutzung bei Selbständigen</p><p>A: Jetzt zu einer Zahl, die ich beim ersten Lesen kurz doppelt gecheckt habe. Laut ifo-Institut nutzen jetzt 51,2 Prozent der Selbständigen KI. Im Vorjahr waren es noch 30,4 Prozent.</p><p>B: Fast eine Verdoppelung in einem Jahr. Das ist bemerkenswert. Und der Zeitraum fällt genau mit der breiten Verfügbarkeit von Tools wie ChatGPT, Gemini oder Claude zusammen.</p><p>A: Was bedeutet das für Onlinehändler konkret? Sind die da schon mit dabei – oder hinken die noch hinterher?</p><p>B: Das ist die spannende Frage. Die ifo-Zahlen sagen nicht, wie tief die Nutzung geht. Ob jemand einmal im Monat einen Produkttext generiert oder KI wirklich in seinen Workflow integriert hat – das ist ein großer Unterschied.</p><p>A: [zustimmend] Genau. Der Sprung in der Nutzungsquote ist toll, aber die Qualität der Nutzung entscheidet über den Wettbewerbsvorteil.</p><p>B: Wer KI noch nicht systematisch einsetzt – Produktbeschreibungen, Kundenkommunikation, Keyword-Recherche – verliert gegenüber Mitbewerbern, die das schon tun.</p><p>###SEGMENT### OpenAI-Chip Jalapeño &amp; KI-Infrastruktur</p><p>A: Jetzt wird's ein bisschen technisch, aber ich finde es extrem spannend: OpenAI hat zusammen mit Broadcom einen eigenen KI-Chip vorgestellt – Codename Jalapeño. Und das in nur neun Monaten Entwicklungszeit.</p><p>B: Ja, das ist bemerkenswert schnell. Jalapeño ist ein sogenannter ASIC – also ein Chip, der speziell für LLM-Inferenz gebaut wurde. Kein Allzweck-Prozessor, sondern maßgeschneidert für das, was OpenAI braucht.</p><p>A: Warum macht OpenAI das überhaupt? Die kaufen doch Nvidia-Chips en masse.</p><p>B: Genau das ist der Punkt. Wer auf Nvidia angewiesen ist, zahlt die Nvidia-Preise. Mit einem eigenen Chip senkt OpenAI die Abhängigkeit – und langfristig die Kosten. Gleichzeitig setzt das ein klares Signal an den Markt.</p><p>A: Und was heißt das für Unternehmen im DACH-Raum? Die bauen ja keinen eigenen Chip.</p><p>B: Nein – aber es zeigt, wohin die Reise geht. KI-Infrastruktur wird strategisch. Wer KI im Kern seines Geschäfts nutzt, sollte verstehen, dass sich auch die Anbieterstrukturen gerade fundamental verschieben. Spannend dazu übrigens auch der Cerebras-Börsengang – der größte US-Tech-IPO seit Uber 2019.</p><p>###SEGMENT### Metas Infrastruktur-Wette &amp; KI-Brillen</p><p>A: Apropos Infrastruktur und große Zahlen: Meta investiert bis zu 145 Milliarden Dollar in KI-Rechenzentren. Das ist eine Summe, bei der ich kurz schlucken musste.</p><p>B: [lacht] Ja, das ist wirklich eine andere Dimension. Und das hat direkte Auswirkungen auf Werbetreibende – weil diese Infrastruktur die Grundlage für bessere KI-gestützte Werbeprodukte ist. Advantage+, automatisierte Kampagnen, personalisierte Creatives – das alles wird von dieser Infrastruktur befeuert.</p><p>A: Und gleichzeitig hat Meta ja auch die Meta Glasses gelauncht – ab 299 Dollar, mit EssilorLuxottica gefertigt.</p><p>B: Genau. Eine eigene KI-Brille, kein Ray-Ban-Kooperationsmodell mehr. Das ist ein klares Statement Richtung Wearables. Für Marketer ist das vor allem interessant, weil neue Hardware neue Touchpoints schafft.</p><p>A: Also: Mehr Infrastruktur, mehr Geräte, mehr Datenpunkte – und am Ende präzisere Werbung.</p><p>B: So könnte man es zusammenfassen. Die Frage ist immer, ob die DACH-Datenschutzrealität da mithält. Aber die Richtung ist klar.</p><p>###SEGMENT### Influencer Marketing &amp; KI-Content-Flut</p><p>A: Jetzt zu einem Thema, das mich jede Woche aufs Neue überrascht: 48 Milliarden Dollar – so groß soll der Influencer-Marketing-Markt global werden. Und deutsche Händler schauen größtenteils zu.</p><p>B: Ja, das ist eine der hartnäckigsten Lücken im DACH-E-Commerce. 80 Prozent der Nutzer folgen laut Studie Creators – aber viele Händler trauen sich nicht ran, weil sie keinen klaren ROI sehen oder nicht wissen, wie sie anfangen sollen.</p><p>A: Was ist die Empfehlung? Direkt zu Mega-Influencern gehen?</p><p>B: Nein, im Gegenteil. Gerade für kleinere Händler sind Micro- und Nano-Influencer oft viel effektiver – höhere Engagement-Rates, glaubwürdigere Communities, niedrigere Kosten.</p><p>A: Und das passt ja auch zum zweiten Thema, das ich in diesem Kontext spannend finde: Die KI-Content-Flut. Marktnotiz schreibt, dass Gesichter und Persönlichkeit das neue Vertrauenskapital sind.</p><p>B: [zustimmend] Genau das. Wenn alle mit KI generischen Content produzieren, wird echte menschliche Präsenz zum Differenziator. Ein Gesicht, eine Geschichte, eine Haltung – das kann kein Sprachmodell replizieren.</p><p>###SEGMENT### Gründer-Themen: Bootstrapping, Kafi BBQ &amp; Business Angels</p><p>A: Kommen wir zu den Gründer-Themen der Woche – da war einiges los. Fangen wir mal mit dem Bootstrapping-Trend an.</p><p>B: Laut einer Qonto-Umfrage verzichten immer mehr deutsche Gründer bewusst auf externes Kapital. Der Wunsch nach Unabhängigkeit überwiegt bei vielen den Wachstumsdruck.</p><p>A: Was ich spannend finde: Das steht ja fast im Widerspruch zu dem, was wir über VC-Konzentration gelesen haben – kleine Fonds kämpfen ums Kapital, während Großinvestoren dominieren.</p><p>B: Das ergibt eigentlich ein stimmiges Bild. Wer kein Kapital bekommt oder keines will, baut eben anders. Und dazu passt auch der Kafi BBQ-Fall: Ein Tech-Manager kündigt einen 450.000-Dollar-Job, gründet ein Halal-Wagyu-Barbecue-Restaurant in Texas – und macht im ersten Jahr 2,3 Millionen Dollar Umsatz.</p><p>A: [lacht] Das ist wirklich eine Geschichte. Was ist die Lektion daraus für Gründer?</p><p>B: Marktlücken erkennen, Nische konsequent bedienen, und manchmal ist der mutigste Schritt der wertvollste. Dazu: Companisto hat Daten aus 50.000 Investor-Sessions ausgewertet – was Business Angels wirklich überzeugt. Lohnt sich zu lesen, wenn man gerade auf Fundraising-Tour ist.</p><p>###SEGMENT### Schnellrunde: Claude in Slack, vGreens, GPT-5 in der Forschung</p><p>A: Wir machen noch eine kurze Schnellrunde über drei Themen, die wir nicht übergehen wollen. Lena, fang du an.</p><p>B: Anthropic hat Claude Tag gelauncht – der KI-Agent lebt jetzt dauerhaft in Slack. Per @Claude-Mention kann man Aufgaben delegieren, und der Agent lernt aus Teamgesprächen. Für Remote-Teams und agile Strukturen ein echter Produktivitätshebel.</p><p>A: Und dann haben wir noch vGreens aus Essen – 2 Millionen Euro Seed-Funding für KI-gesteuerten Vertical Farming. Das ist eines dieser Themen, wo ich denke: Klingt nach Zukunft, ist aber schon Gegenwart.</p><p>B: Ja, und die Investorenliste ist auffällig – da schauen offenbar nicht nur klassische Agri-Investoren hin. Und dann noch GPT-5: Das Modell hat ein drei Jahre altes immunologisches Rätsel in wenigen Minuten gelöst. Was das für KI in der Forschung bedeutet, ist schwer zu überschätzen.</p><p>A: Wobei Marktnotiz auch nüchtern einordnet, was der Fall wirklich zeigt – und was nicht. Das finde ich wichtig.</p><p>###SEGMENT### Outro</p><p>A: So, das war unsere Woche – vollgepackt, wie immer. Danke, Lena, das hat wieder Spaß gemacht.</p><p>B: Sehr gerne, Jonas. Ich find's jede Woche wieder faszinierend, wie viel gleichzeitig passiert.</p><p>A: Alle Artikel, die wir heute besprochen haben, findet ihr auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow" classname="text-underline" href="http://marktnotiz.de">marktnotiz.de</a> – einfach in der Suchleiste nach den Themen schauen oder auf der Startseite stöbern.</p><p>B: Und wenn euch die Episode gefallen hat: Abonniert den Podcast, teilt ihn mit Leuten, die das interessiert – und schreibt uns gerne, welche Themen ihr in der nächsten Folge hören wollt.</p><p>A: Bis nächste Woche – bleibt neugierig.</p><p>B: Tschüss!</p>]]>
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      <title>KI an der Kasse: Douglas wackelt, OpenAI schluckt Kiel</title>
      <pubDate>Mon, 22 Jun 2026 06:30:30 +0000</pubDate>
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        <![CDATA[<p>Aufgeschnappt – der Marktnotiz-Podcast</p><p>Marketing, E-Commerce, KI &amp; Startups – jede Woche aufgeschnappt und kompakt eingeordnet.</p><p>Jede Woche besprechen Jonas und Lena die wichtigsten Entwicklungen aus Online Marketing, E-Commerce, KI und der Startup-Szene – kompakt, klar und ohne Buzzword-Hülsen, eingeordnet für den DACH-Raum. Immer montags neu.</p><p>=== Diese Episode ===</p><p>Marktnotiz Weekly – KI-Agenten kaufen ein, Douglas wackelt &amp; Betrug im Onlinehandel</p><p>In dieser Folge sprechen Jonas und Lena über die wichtigsten Themen der Woche aus Online Marketing, E-Commerce, KI und Startups. Themen u.a.: Betrug im Onlinehandel nimmt zu – aber der Schaden pro Fall sinkt. Douglas verliert Online-Marktanteile. Googles Universal Commerce Protocol und ChatGPT als Einkaufsassistent verändern den E-Commerce. Die EU-Debatte um KI-Kennzeichnung in der Werbung. Europäische Startup-Mega-Runden bei Dream Security und Neura Robotics. Und: OpenAI kauft ein Kieler Startup – und zeigt damit ein wachsendes Plattformrisiko für die KI-Szene. Alle Artikel und Links findest du auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow" classname="text-underline" href="http://marktnotiz.de">marktnotiz.de</a>.</p><p>=== Skript ===</p><p>###SEGMENT### Intro</p><p>A: Hallo und herzlich willkommen zur Marktnotiz Weekly! Ich bin Jonas – und mit mir wie immer Lena. Lena, was erwartet unsere Hörerinnen und Hörer heute?</p><p>B: Moin Jonas! Eine vollgepackte Woche. Wir reden über Betrug im Onlinehandel, über Douglas im Gegenwind, über KI-Agenten die für uns einkaufen, und über ein Kieler Startup, das von OpenAI geschluckt wurde.</p><p>A: Und ein paar europäische Milliarden-Runden sind auch dabei – also: reinhören lohnt sich. Los geht's!</p><p>###SEGMENT### Betrug im Onlinehandel – mehr Opfer, kleinerer Schaden</p><p>A: Starten wir mit einem Thema, das viele Händler direkt betrifft: Betrug im Onlinehandel. Die Zahlen klingen auf den ersten Blick gut – der Schaden pro Fall sinkt. Aber?</p><p>B: Genau, Jonas, das ist die Crux. Laut Adyen-Daten für 2026 liegt der durchschnittliche Einzelschaden bei 394 Euro – das ist tatsächlich rückläufig. Aber gleichzeitig steigt die Zahl der betroffenen Verbraucher.</p><p>A: Also mehr Fälle, nur kleinere Bissen. Warum ist das trotzdem ein Problem für Händler?</p><p>B: Weil der Vertrauensschaden enorm ist. Wer einmal Opfer eines Betrugs im Onlineshop wird, kauft dort vielleicht nie wieder. Und für Händler heißt das: Churn, schlechte Bewertungen, höhere Rückbuchungsquoten.</p><p>A: Kurz gesagt: Die Betrüger werden smarter – und breiter.</p><p>B: Exakt. Und das sollte für jeden Shop-Betreiber ein Warnsignal sein, die eigenen Fraud-Prevention-Maßnahmen ernsthaft zu prüfen.</p><p>###SEGMENT### Douglas – Omnichannel-Wette geht nicht auf</p><p>A: Kommen wir zu Douglas. Da gab es zuletzt keine guten Nachrichten – erneut eine gesenkte Prognose?</p><p>B: Ja, Douglas muss die Erwartungen wieder nach unten korrigieren. Und online verlieren sie Marktanteile – vor allem an Notino und Flaconi. Zwei Wettbewerber, die konsequent digital gedacht haben.</p><p>A: Was hat Douglas falsch gemacht?</p><p>B: [überlegt] Das ist die große Frage. Die Omnichannel-Strategie klingt in der Theorie toll – stationär und online verbinden. Aber in der Praxis ist das extrem teuer und komplex. Und pure Online-Player wie Flaconi können einfach agiler auf Preise und Trends reagieren.</p><p>A: Also die Filiale wird zur Last, nicht zum Vorteil?</p><p>B: Zumindest dann, wenn man sie nicht wirklich als Erlebnis inszeniert. Für Händler ist das eine wichtige Lektion: Omnichannel ist kein Selbstläufer – man muss klar definieren, was der Kanal bringt.</p><p>A: Und offenbar haben Notino und Flaconi das gerade besser im Griff.</p><p>###SEGMENT### EU AI Act – KI-Werbung und die Deepfake-Kennzeichnungspflicht</p><p>A: Jetzt wird's regulatorisch. Der EU AI Act tritt ab August 2026 in Kraft – und es gibt eine heiße Debatte rund um KI-generierte Werbebilder. Was ist da los, Lena?</p><p>B: Also, Eurocommerce – das ist der Dachverband des europäischen Handels – will, dass KI-generierte Werbebilder nicht unter die Deepfake-Kennzeichnungspflicht fallen. Artikel 50 des AI Act würde eigentlich verlangen, dass solche Inhalte als KI-erstellt markiert werden.</p><p>A: Und der Handel sagt: Das ist übertrieben?</p><p>B: Genau. Das Argument ist: Ein KI-generiertes Produktbild ist kein Deepfake im Sinne einer Täuschung über eine Person. Das ist was anderes als ein gefälschtes Video von einem Politiker.</p><p>A: Das klingt erstmal nachvollziehbar. Aber wo ist die Grenze?</p><p>B: Das ist eben die große offene Frage. Für Marketer und Händler im DACH-Raum bedeutet das: Jetzt die Entwicklung genau beobachten. Ab August könnte Kennzeichnung Pflicht sein – und wer das ignoriert, riskiert Bußgelder.</p><p>A: Also lieber früh die eigenen KI-Bildprozesse dokumentieren.</p><p>B: [zustimmend] Absolut.</p><p>###SEGMENT### Googles Universal Commerce Protocol und ChatGPT Shopping</p><p>A: Jetzt ein Thema, das mich wirklich fasziniert: KI-Agenten, die für uns einkaufen. Google hat dazu ein sogenanntes Universal Commerce Protocol vorgestellt. Was steckt dahinter?</p><p>B: Das UCP – Universal Commerce Protocol – ist im Prinzip eine Sprache, die KI-Agenten sprechen sollen, um Produkte zu suchen, zu vergleichen und zu kaufen. Also: nicht mehr der Mensch klickt sich durch den Shop, sondern ein KI-Agent erledigt das autonom.</p><p>A: Das klingt wie Science-Fiction – aber das kommt wirklich?</p><p>B: Es kommt. Und OpenAI zieht mit: ChatGPT bekommt gerade Shopping-Research-Features. Also auch dort kann die KI Produkte recherchieren und empfehlen.</p><p>A: Was bedeutet das konkret für Händler?</p><p>B: [überlegt] Kurzfristig: nichts Dramatisches. Aber mittelfristig müssen Händler ihre Produktdaten so sauber und maschinenlesbar aufbereiten, dass KI-Agenten sie finden und bewerten können. Wer da nicht mitmacht, wird schlicht nicht empfohlen.</p><p>A: Also SEO für KI-Agenten ist das neue SEO.</p><p>B: Genau so kann man das nennen, Jonas.</p><p>###SEGMENT### OpenAI kauft Kieler Startup Ona – und das Plattformrisiko</p><p>A: OpenAI kauft jetzt also ein Startup aus Kiel – das klingt erstmal wie eine Erfolgsstory. Aber es gibt einen Haken?</p><p>B: Ona aus Kiel, gegründet von Johannes Landgraf, wird von OpenAI übernommen. Für das Team sicher ein riesiger Moment. Aber Marktnotiz hat das auch unter einem anderen Blickwinkel beleuchtet: Was passiert, wenn OpenAI zum Konkurrenten von KI-Startups wird?</p><p>A: Das kenne ich aus der App-Economy – Apple kauft einfach die besten Apps.</p><p>B: Genau das Muster. Wer als Startup zu nah an einer Plattform wie OpenAI baut, riskiert, dass die Plattform das Feature irgendwann selbst übernimmt – oder das Startup gleich ganz kauft.</p><p>A: Für Gründer heißt das: Lieber Abstand von der Plattform halten?</p><p>B: Oder zumindest bewusst damit umgehen. Differenzierung, eigene Daten, eigene Kundenbindung – das sind die Schutzwälle. Der Kiel-Deal ist eine Warnung und ein Erfolg zugleich.</p><p>A: Zwei Seiten einer Medaille.</p><p>###SEGMENT### Europäische Milliarden-Runden – Dream Security und Neura Robotics</p><p>A: Reden wir kurz über Geld – und zwar viel davon. Zwei europäische Runden haben diese Woche für Aufsehen gesorgt.</p><p>B: Dream Security – gegründet von Ex-Kanzler Sebastian Kurz – ist jetzt mit drei Milliarden Dollar bewertet. Cybersecurity, hochaktuell. Und Neura Robotics aus Metzingen in Baden-Württemberg hat 1,4 Milliarden eingesammelt. Die bauen humanoide Roboter.</p><p>A: Metzingen! Das ist doch die Boss-Stadt. Da baut jetzt jemand Roboter. [lacht]</p><p>B: Klingt unwahrscheinlich, ist aber Realität. Und das zeigt: Europa hat im globalen Tech-Rennen durchaus Schlagkraft. Wir reden gern davon, dass alles in den USA oder China passiert – aber diese beiden Deals sind ein klares Gegenbeispiel.</p><p>A: Was lernen Gründer daraus?</p><p>B: Dass Deeptech und Hard Tech in Europa finanzierbar sind – wenn das Team stimmt und der Markt groß genug ist. Cyber und Robotik sind gerade heiß, da fließt Kapital.</p><p>A: Gute Nachrichten für den DACH-Startup-Ökosystem.</p><p>###SEGMENT### Faire "Not on Amazon"-Filter und chinesischer E-Commerce-Druck</p><p>A: Zwei E-Commerce-Themen, die gut zusammenpassen: Faire mit dem "Not on Amazon"-Filter – und der wachsende Druck durch TikTok Shop, Joybuy und Temu. Was geht da ab?</p><p>B: Fangen wir mit Faire an. Das ist ein B2B-Großhandelsmarktplatz – hauptsächlich für unabhängige Einzelhändler, die bei kleinen Marken einkaufen. Die haben jetzt einen Filter eingebaut: "Not on Amazon". Händler können gezielt Produkte finden, die Amazon nicht führt.</p><p>A: Das ist eine clevere Differenzierungsstrategie.</p><p>B: Sehr clever. Und gleichzeitig wächst der Druck von der anderen Seite: TikTok Shop wird laut Marketplace Pulse von wenigen Top-Sellern dominiert, Temu drückt mit Niedrigpreisen, Joybuy drängt auf den deutschen Markt.</p><p>A: Also unabhängige Händler zwischen zwei Mühlsteinen?</p><p>B: In gewisser Weise ja. Aber der Faire-Ansatz zeigt einen Ausweg: Positionierung über Einzigartigkeit, nicht über Preis. Was Amazon nicht hat, kann ein Differenzierungsvorteil sein.</p><p>A: "Not on Amazon" als Qualitätsmerkmal – das ist eigentlich ein starkes Signal.</p><p>B: Und es kommt gerade zur richtigen Zeit.</p><p>###SEGMENT### Google – KI als Betriebssystem für Werbung</p><p>A: Kommen wir zu Google – da war einiges los, vor allem rund um Google Marketing Live. Lena, Kurzfassung?</p><p>B: Google hat auf dem Google Marketing Live 2026 sehr klar gemacht: Gemini, also ihr KI-Modell, ist jetzt das Betriebssystem hinter Search, Shopping und Ads. Neue KI-Features für Bidding und Budgeting, Retail-Media-Integration in DV360 mit Walmart-Daten, und generell: KI trifft immer mehr Werbeentscheidungen automatisch.</p><p>A: Klingt mächtig. Aber verlieren Marketer damit die Kontrolle?</p><p>B: Das ist die berechtigte Sorge. Je mehr Google automatisiert, desto weniger Hebel haben Werbetreibende selbst. Die Gegenthese: Die Ergebnisse sollen besser werden. Aber vertrauen muss man dem Algorithmus schon.</p><p>A: Und wer kein sauberes Conversion-Tracking hat, geht leer aus.</p><p>B: [zustimmend] Genau das. Wer Google KI füttern will, braucht gute Daten. Erstparteien-Daten werden immer wichtiger. Das ist die Hausaufgabe für jeden Marketer gerade.</p><p>A: Also: Daten aufräumen, Tracking sauber stellen – und dann die KI arbeiten lassen.</p><p>###SEGMENT### Outro</p><p>A: Das war die Marktnotiz Weekly für diese Woche! Lena, was nimmst du mit?</p><p>B: Dass KI gerade wirklich überall gleichzeitig reindrückt – in den Einkauf, in die Werbung, in die Bildung. Und wer jetzt nicht aufpasst, verliert den Anschluss.</p><p>A: Für mich war der Faire-Filter ein echtes Highlight – manchmal ist das Einfachste die stärkste Strategie. Alle Artikel zu den heutigen Themen findet ihr auf <a target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow" classname="text-underline" href="http://marktnotiz.de">marktnotiz.de</a> – einfach in die Suche oder direkt in die Show Notes schauen.</p><p>B: Und wenn euch die Folge gefallen hat: weiterempfehlen, abonnieren, Feedback geben. Wir freuen uns über jede Reaktion!</p><p>A: Bis nächste Woche – macht's gut!</p><p>B: Tschüss!</p>]]>
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